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Oman 2016: Städte - Steine - Schluchten - Sanddünen
 

Blick auf Bahla

Weshalb gerade Oman? Das ist zwar ‚Verona-Deutsch‘ (gemeint ist die Dame aus der Werbung), trifft aber kurz und knapp die Fragestellung nach unsere Reiseplanung. Die Beantwortung der Frage könnte man – wieder kurz und knapp – etwa so formulieren: Nach dem Inlandeis jetzt die Wüste.

Im vergangenen Jahr (2015) waren wir in Westgrönland und verbrachten unter anderem eine Nacht im Zelt auf dem Inlandeis. Danach reifte der Entschluss, auch einmal (mindestens) eine Nacht im Zelt in der Wüste zu erleben. Nachdem dieser Entschluss gefasst war, stellte sich die nächste Frage: In welchem Land ist dies für uns in sicheren Verhältnissen möglich? Zu weit sollte die Reise auch nicht gehen, also schieden Amerika oder Australien aus. Nach einigen Recherchen fiel unsere Wahl auf den Oman. Das Land wird auch gern als die ‚Schweiz der arabischen Welt‘ bezeichnet und liegt nur reichlich sechs Flugstunden von Deutschland entfernt. Über die gegenwärtigen politischen Verhältnisse im Land kann man sich leicht im Internet (Wikipedia ) informieren. Zumindest so lange der gegenwärtige – leider schwer erkrankte – Sultan herrscht, scheinen politische Neutralität und Stabilität im Land gesichert. Davon konnten wir uns später tatsächlich überzeugen.

Da wir eher den nördlichen Gefilden zugetan sind und mir persönlich Temperaturen jenseits der 30 °C nicht behagen, sollte die Dauer der Reise 10 Tage nicht überschreiten. In Unkenntnis der Straßenverhältnisse und mangels Sprachkenntnissen entschlossen wir uns, die Reise mit einem Guide zu unternehmen und das Auto durch einen Einheimischen pilotieren zu lassen. Im Nachhinein muss ich sagen, dass man eine solche Reise auch allein unternehmen kann, entsprechende Erfahrungen mit allradgetriebenen Fahrzeugen und dem Offroad-Fahren vorausgesetzt. Die Gebirgsfahrten hätte ich nicht allein machen wollen (schmale und teils wirklich steile Pisten mit Gegenverkehr). An der Küste und in den flachen Teilen im Landesinneren gibt es im Norden des Omans ein sehr gut ausgebautes und durchgängig asphaltiertes Straßennetz, was teilweise unseren Autobahnen gleicht. Außer in der Hauptstadt Muscat hält sich der Verkehr in Grenzen. Das ist nicht verwunderlich bei nur etwa 4,5 Millionen Menschen in einem über 300.000 km² großen Land.

Bei der Suche nach einer organisierten Rundreise mussten wir einige Zeit investieren, da wir nicht nur mit dem Auto von Stadt zu Stadt gebracht werden, sondern einige Highlights auch zu Fuß erkunden wollten. Wir buchten schließlich eine Tour durch den Norden des Landes. Mein aufgezeichneter GPS-Track verdeutlicht die Route. Auf der Open-Street-Map-Karte habe ich wichtige Stationen farblich gekennzeichnet.

Los geht es zunächst mit der Oman Air ab Frankfurt/Main mit einem Nachtflug. Der Service ist hervorragend, die Zeit vergeht recht schnell, die die Auswahl an aktuellen Filmen, die man am eigenen Bildschirm schauen kann, ist groß. Eine ganze Reihe der Angebote gibt es mit deutscher Synchronisation.

Click zur DiashowFrüh morgens kommen wir in Muscat an, müssen zunächst ein Touristenvisum für fünf Omanische Rial erwerben (vor der Einreisebehörde gibt es einen Wechselschalter) und treffen auf die ersten omanischen Frauen im öffentlichen Dienst. Im Gegensatz zu vielen streng islamischen Ländern nehmen die omanischen Frauen offensichtlich sehr aktiv am Leben teil, zwar in ihrer meist schwarzen Kleidung mit Kopftuch, aber nur ganz selten in Ganzkörperverhüllung (Burka, Niqab).

Auf den folgenden Seiten schildern wir unsere Erlebnisse und Erfahrungen. Einen kurzen Überblick der gesamten Tour vermittelt der Videoclip.

1. Tag: Sultanspalast und Mutrah Souk

Nach einem Nachtflug erreichen wir in den frühen Morgenstunden Muscat, die Hauptstadt des Oman. Unser ägyptischer Guide holt uns am Flugplatz ab, ein Bus bringt uns zum Hotel. Schlafen wollen wir jetzt noch nicht, obwohl wir im Flugzeug kaum ein Auge „zubekamen“. Es geht also gleich weiter zur Besichtigungstour ins Zentrum der Hauptstadt. Ein kleiner Spaziergang bringt uns zum Sultanspalast. Dieser wird von den beiden Forts Mirani und Jalali umgeben, die einst Bucht und Hafen von Muscat bewachten. Vom Riyam-Park aus bietet sich eine schöne Aussicht auf den Hafen. Anschließen besuchen wir den Mutrah Souk, den großen Markt der Hauptstadt. Die Luft ist vom Weihrauchduft geschwängert. Wir bummeln durch die engen Gassen mit den kleinen und größeren Geschäften, die vor allem Gewürze, Kleidung, Schals und Silberschmuck anbieten. Heute soll es nur eine Besichtigung werden, kaufen wollen wir noch nichts. Oder vielleicht doch? Na ja, ein kleines Souvenir muss schon sein, eine Miniausgabe von Aladins Wunderlampe. Vielleicht hilft sie uns hier noch nach kräftigem Reiben.

Muscat - Regierungsviertel mit Palast des Sultans

Nach dem Mittag unternehmen wir die erste (kurze) Wanderung. Keine so gute Idee in der prallen Sonne. Denn Schatten gibt es kaum und der Weg ist alles andere als spaziergangstauglich. Da wir unsere Wanderschuhe noch nicht angezogen haben, wird das schon eine kleine Herausforderung durch die scharfkantigen Felsen. Wir bekommen auch gleich noch unsere erste (und letzte) Schlange zu Gesicht. In der Wüste hielt ich später vergeblich Ausschau nach einem der scheuen Tiere. Am Nachmittag holen wir unseren verpassten Schlaf der letzten Nacht wenigstens teilweise nach. Bilder des ersten Tages zeigt die kleine Diashow.

 Fortsetzung:   2. Tag: von Muscat zum Jebel Shams
 

 

Oman 2016


Übersicht - Anreise

 


Jebel Shams

 


Omans Grand Canyon

 


Nizwa

 


Wüste

 


Sur - Wadi Tiwi

 

 

 


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